8. März - Internationaler Frauentag

Plakat der Frauenbewegung zum Frauentag 8. März 1914. Es wird das Frauenwahlrecht gefordert. Urheber: Karl Maria Stadler.

Der Internationale Frauentag ist ein Tag für die Rechte der Frauen, den Frieden und eine menschenwürdige Gesellschaft. Zugrunde gelegt werden die Demonstrationen New Yorker Arbeiterinnen 1857 gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn, die Streiks der Tabak- und Textilarbeiterinnen 1908 in Manhattan und 1909 der 8-wöchige Streik von 20.000 Hemdnäherinnen.
Auf Antrag von Clara Zetkin beschloss 1910 die 2. Internationale sozialistische Frauenkonferenz – etwa 100 Frauen aus 17 Nationen – alljährlich einen Frauentag zu veranstalten, um die Einführung des politischen Frauenwahlrechts zu beschleunigen. Der Frauentag wurde zeitweilig vergessen, behindert, verboten – lebendig blieb jedoch seine konkrete Utopie: eine von Ausbeutung, Kriegsdrohung und Kriegen freie Gesellschaft, in der Frauen wirtschaftlich und vom Mann unabhängig, selbstbestimmt leben.
Auf der 2. Internationalen Konferenz der Kommunistinnen 1921 wurde der 8. März als einheitliches Datum für den Internationalen Frauentag festgelegt. Dieser wird seit 1975 auch von der UNO offiziell gewürdigt.